Anamorphose bei der Kulturfabrik Kofmehl in Solothurn

Vor, während und nach Konzerten fallen Abfälle an. In der Kulturfabrik Kofmehl wird das Thema Littering mit einer Anamorphose näher gebracht.

Die Natur blüht, die Temperaturen laden schon bald zum Grillieren im Freien ein. Die nächste «Litteringsaison» steht bevor. Es wird geraucht und die Kippen werden weggeschnippt. Ein Papiernastuch fällt aus der Hosentasche und der Kaugummi wird in grossem Bogen ausgespuckt. Auf dem Heimweg vom Ausgang wird die Getränkedose leergetrunken und schwupp landet der Abfall auf dem Boden. In den letzten 10 Jahren wurden beispielsweise in der Kulturfabrik Kofmehl in Solothurn rund 500'000 kg Abfall produziert. Im Schnittproduziert ein Besucher also 250g Abfall pro Anlass. Der Kulturfabrik Kofmehl ist das Thema Littering sehr wichtig und deshalb ist dort eine spezielle 5 zu bestaunen. Steh am richtigen Ort, und die Zahl ist zu erkennen. Die Zahl 5 steht stellvertretend für die Top 5 der Litteringobjekte (Take-away-Verpackungen, Getränkebehältnisse, Zeitungen, Flyer, Zigaretten) bzw. für die Verrottungszeit der Zigarettenstummel sowie Kaugummis von 5 Jahren etc. Zeige Grösse und handle gegen Littering. Es hat überall Abfalleimer, die genutzt werden können. Gerne machen wir auch auf den gelungenen Clip unter www.zeige-groesse.ch aufmerksam, der auf die bevorstehenden sonnig erfreuten Sonnentage einstimmt, die ohne Littering noch viel schöner genossen werden können.

Als Anamorphose (aus dem Altgriechischen: Gestalt, Form) bezeichnet man seit 1657 die Voraussetzung, dass man Bilder nur unter einem bestimmten Blickwinkel bzw. mittels eines speziellen Spiegels oder Prismensystems erkennen kann. Anamorphosen sind stark verzerrte Bilder, die nur unter bestimmten Bedingungen zu sehen sind. Bei sogenannten katoptrischen Anamorphosen werden zum Beispiel Spiegel benötigt, die zylindrisch, konisch oder pyramidenförmig sein können. Die Katoptrik ist die Lehre von der Reflexion des Lichtes an spiegelnden Oberflächen, also ein Teilgebiet der Optik. Schon Leonardo da Vinci und andere berühmte Künstler haben sich mit Anamorphosen beschäftigt, denn es handelt sich dabei um ein faszinierendes optisches Phänomen. Man könnte sagen, dass Anamorphosen die Themen Physik, Kunst und Mathematik auf besondere Art und Weise verbinden und wichtige Prinzipien der geometrischen Optik verdeutlichen. Zudem wird beim Umgang mit dieser besonderen Art der optischen Illusion das Vorstellungsvermögen besonders trainiert.

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